Rückblick Französische Alpen 2022 - Route des Grandes Alpes





Lang erwartet und nun endlich war sie da, unsere zweite große Ausfahrt in 2022 und dazu auch noch die bisher längste in der Geschichte der Astonishing Drivers – die Route des Grandes Alpes. Auch diesmal begleitete uns wieder Sergej Falk, der mit seinem tollen Auge die Tour wieder ablichtete und viele schönen Erinnerungen erhaschen konnte.


Entlang der französischen Alpen sollte es uns bis nach Nizza führen, Startpunkt war diesmal allerdings nicht wie sonst immer München (zumindest nicht für alle), sondern Zürich. Die größte Stadt der Schweiz eignete sich perfekt als Sammelstelle für die Astonishing Drivers und Aston Martin Zürich der Emil Frey Gruppe war so freundlich, uns ihre Gebäude als Treffpunkt zur Verfügung zu stellen und uns dazu noch mit Snacks und Getränken zu versorgen! Vielen Dank hier nochmals an das großartige Team um Mathias Plutschow für den tollen Empfang und Zeit.




Gut gestärkt ging es dann zu unserem Startpunkt der Tour im französischen La Clusaz. Am Fuße des Col des Aravis fanden wir uns am Abend ein und trafen uns zum ersten gemeinsamen Abendessen. Entspannt und gut gesättigt endetet der Abend, der nächste Tag sollte bereits die ersten Highlights mit sich bringen.


Tag 1 – von La Clusaz nach Val d’Isere


Es hat sich über die letzten Touren eingebürgert, dass wir immer um 10 Uhr starten und wir blieben auch diesmal wieder da bei. Treffpunkt war auf dem Col des Aravis und das Bild, wenn 13 Astons nebeneinander stehen wird einfach nie langweilig. Als Schmankerl gab es dieses Mal für jeden ein Poloshirt speziell für die Frankreich-Tour, den obligatorischen Sticker für die Autos und zum Bekleben der Passschilder sowie die Walkie-Talkies, um jederzeit in Kontakt zu bleiben. Nachdem alle versorgt waren, machten wir uns auf und das Highlight des Tages war der Cormet de Roseland bzw dessen Stausee, die Barrages de Roseland. Die französischen Alpen sind weniger mit Serptinen auslegt, sondern eher mit langen, schwungvollen „Gerade“. Hier entsteht ein einzigartiger Fluss beim Fahren, den man ansonsten in Europa seinesgleichen sucht. Der Weg zum Roseland war hier schon ein erst Vorgeschmack, was die kommenden Tage noch auf uns zu kommt. Am Stausee angekommen war uns nicht nur das Wetter holde, sondern auch noch die Lichteinstrahlung. Ein Wundervolles Ambiente welches zu großartigen Bildern führte! Nach der kleinen Fotosession ging es dann Richtung Val d’Isere und unser dortiges Hotel. Nach einigen Runden im Pool und Spa, ging der Abend mit einem gemeinsamen Essen dem Ende entgegen.








Tag 2 – von Val d’Isere nach Briancon


Der zweite Tag startete mit einem absoluten Highlight der Tour: dem Col de l’Iseran. Wie bereits vorher erwähnt haben die französischen Alpen ihr Alleinstellungsmerkmal und der Iseran ist hier ganz vorne mit dabei. Fast wie auf dem Surfboard kommt man sich vor wenn man die Strassen hochdonnert. Hin und her führt einen der Weg hoch zum Gipfel ohne immer wieder in die Serptinen (wie z.B. beim Stelvio) zu müssen. Ein einmaliges Erlebnis. Noch dazu ist der Iseran die höchstgelegene befahrbare Passstraße in Europe, bei knapp 2800m ist also auch etwas Ausdauer nötig. Nach kurzer Pause auf dem Gipfel ging es dann weiter Richtung Col de Galibier, dem zweiten Schwergewicht des Tages. Ähnlich zum Iseran aber etwas besser ausgebaut, das beschreibt den Galibier wohl am besten. Man könnte ihn wohl am besten mit dem Grossglockner vergleichen, hier man man durchaus mal richtig aus Geschwindigkeit kommen. Langgezogen Kurven mit viel Driftpotential, tolle Übersicht, sehr wenig Verkehr und bei uns auch noch absolutes Traumwetter erklären, warum der Gipfel von einigen nicht nur einmal erklommen wurde. Anschließend ging es zu unserer zweiten Unterkunft in Briancon.








Tag 3: von Briancon nach Auron


Die kürzeste Etappe des Wochenendes führte uns zunächst einmal zum Col de Vars. Über den Izoard hinweg ging es auf eine wundervolle Passstraße mit einem absoluten Highlight auf dem Gipfel: Das Cafe sowie deren Kuchenauswahl. Was zunächst eine kleine Pause werden sollte, entpuppte sich kurze Zeit später als Kuchenspektakel, dem keiner so richtig entziehen konnte. Klare Empfehlung für eine kurze oder länger Pause. Nach der etwas ungeplanten Stärkung ging es dann zum Col de la Bonette. Mit seinen 2802 Meter offiziell höher als der Iseran, wenn auch etwas gemogelt: Der Rundweg ganz oben auf dem Bonette ist angebaut, um auf die Höhe zu kommen, dem Pass tut er nichts bei. Aber sei’s drum, der Ausblick auf die Alpen, die Straßen die wir hoch und runtergefahren sind es wahrlich wert bestaunt zu werden. Es waren sich alle einig, dass der Bonette ein wunderbarer Pass ist den leider noch viel zu wenige kennen und gefahren sind. Gegen 16 Uhr kamen wir dann im Hotel in Auron an, die meisten begaben sich erst einmal auf ein Kaltgetränk, die Bundesligakonferenz lief auch noch – man konnte es nicht anders sagen: Life is good.








Tag 4: von Auron nach Nizza


Der letzte Morgen, so langsam kam die erste Müdigkeit, aber es sollte noch ein letztes Ausrufezeichen auf dem Weg nach Nizza kommen. Der Col du Turini. Einigen aus der Gruppe bereits durch seine tragende Rolle bei der Rallye Monte Carlo bekannt, war der letzte große Anstieg bevor wir uns gen Nizza machen. Und er sollte alle Versprechungen erfüllen. Ein toller Anstieg, wie gemacht für Rallyes. Ein toller Anspruch an Mensch und Maschine, zum Glück für uns mit sehr wenig Verkehr und einem letzten Hurra für die Tour. Auf dem Gipfel angekommen gönnten wir uns im Cafe erst einmal einen Espresso, verewigten uns mit unserem Sticker an der Eingangstür und bestaunten die zahlreichen Bilder und Artikel, die über die Jahre über das Cafe und den Col du Turini gesammelt wurden. Ein Mekka für Auto- und Motorsportliebhaben aller Art und ein Muss, wenn man in der Gegend ist. Der letzte Stop als gesamte Gruppe war der Col de Braus. Ein Teil der Gruppe für weiter gen Urlaub, einige trafen sich am Abend noch in Nizza zum Abendessen und das ein oder andere Getränke. Gerüchteweise soll der Abend gegen halb 4 geendet sein.




Es war also auch diesmal wieder eine glorreiche Ausfahrt mit tollen Autos und noch wundervolleren Menschen. Das Wetter hätte nicht besser sein können, wir sind von größeren Problemen verschont geblieben und freuen uns jetzt schon auf das Jahr 2023.

Dann geht’s es nach 2021 wieder in die Dolomiten und auf großen Wunsch der Community endlich nach England!


Zusammenfassung der Passfahrten der Route des Grandes Alpes:

Tag 1: Col des Aravis – Col de Saisiers – Cormet de Roseland

Tag 2: Col de l’Iseran – Col du Telegraphe – Col du Galibier – Col du Lautarat

Tag 3: Col d’Izoard – Col de Vars – Col de la Bonette

Tag 4: Col St. Martin – Col de Turini – Col de Castillon – Col de Braus





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